Jesus über die Bibel

Vorwort:
Die Bibel hat besonders im Protestantismus (was überwiegend auch geschichtlich durch die Bibelübersetzung von Martin Luther bedingt ist) einen überhöhten Stellenwert. Es steht hier natürlich außer Streit, dass die Bibel für das ganze Christentum eine zentrale Bedeutung hat und dadurch auch ein entsprechendes Fundament des christlichen Glaubens ist. Obwohl wir selbst oft in vielfacher Weise die Bibel zitieren, bringen wir vor allem drei Punkte wider die Bibel vor:

  1. Die Bibel ist bruchstückhaft - d.h. es beinhaltet bei weitem nicht das vollständige Wirken und Leben von Jesus. Es fehlt auch die volle Weisheit die Jesus gelehrt hat.
  2. Obwohl großteils mit sehr viel Sorge und Liebe an diesem Werk gearbeitet wurde, ist und bleibt es menschliches Werk.
  3. Der Buchstabe ist immer tot und erst die Werke, die Gläubige mit dem rechten Sinn der Buchstaben vollbringen, beleben.

Nun - Jesus hat sich dazu selber geoffenbart und es bedarf der Worte eines Dieners nicht: (soweit nicht anders angegeben, werden in dieser Beitragsrubrik „Schrifttum“ Quellen von Christus-Lichtgestalten [siehe www.gott.co.at bzw. www.ich-bin-gott.info] verwendet.)

8. Bevor Ich aber zu dem gedehnten Gebot an die Zwölfe übergehe, muß Ich zum genaueren Verständnisse des Ganzen das erwähnen, daß die Evangelien, auch das des Matthäus wie des Johannes, wie sie in der Jetztzeit vor euch in den verschiedenen Zungen aufliegen, nur Auszüge des Urevangeliums sind und daher auch bei weitem nicht einmal das alles enthalten, was Matthäus und Johannes niedergeschrieben haben. Hie und da aber kommt dennoch ein kleiner Beisatz des späteren Sammlers und Nachschreibers hinzu, der offenbar erst später konnte angefügt werden, wie zum Beispiel hier im 10. Kap., V. 4, des Matthäus ein Nachsatz beim zwölften Apostel, beim Judas Ischariot, steht, und zwar also lautend: „der Ihn hernach verriet.“ Davon aber wußte zur Zeit der Erwählung Matthäus, der sein Evangelium in Meiner Gegenwart schrieb, noch keine Silbe und hatte daher solchen Nachsatz auch nicht hinzufügen können; solches hat hernach in späterer Zeit ein Nachschreiber getan.
9. Es steht daher sowohl bei den hebräischen als griechischen Bibeln allzeit voran die Bemerkung: „Evangelium nach Matthäus“, „nach Johannes“ usw.
10. Es soll darum sich niemand daran stoßen, so er beim Lesen des Matthäus und Johannes hie und da auf ähnliche Stellen kommt, die der eigentliche Evangelist in der Zeit, als er das Evangelium schrieb, nicht aufzeichnen konnte, weil das durch sie bezeichnete Faktum erst viel später geschah. Hier aber wird alles in der strengsten Ordnung wiedergegeben, und daß da mit der Zeit keine schiefen Bemerkungen von den Verstandesgrüblern gemacht werden sollen, so habe Ich dieses Umstandes hier am geeignetsten Platze erwähnt.
11. Es werden aber auch wie früher im Verlaufe dieser Mitteilung hie und da erläuternde Einschaltungen geschehen, was um so notwendiger ist, da durch die Nachschriften so manches Wichtige nicht völlig richtig aufgezeichnet und manches als dem Nachschreiber zu wenig authentisch Scheinende auch wohl ganz weggelassen wurde. Denn es sind in der damaligen Zeit eine Menge Aufzeichnungen geschehen, teils von Augenzeugen, teils bloß vom Sagenhören, und es war darob für die ganz redlichen Nachschreiber eine entschieden schwere Sache, der vollen Wahrheit allenthalben völlig treu zu bleiben.
12. Und so sind die beiden Evangelien nach Matthäus und Johannes bis auf einzelne Kleinigkeiten am meisten rein.
13. Man könnte von einer verstandeskritischen Seite hier wohl die Frage tun und sagen: „Wohin ist denn dann das eigentliche Original gekommen? Ist es auf der Erde nirgends mehr vorrätig, und sollte es bei der damaligen Menge der vom heiligen Geiste belebten und durchdrungenen Menschen denn Gott unmöglich gewesen sein, das Urevangelium ganz wortgetreu wieder ans Tageslicht zu fördern?“
14. Darauf diene zur Antwort: Die Originale sind aus dem höchst einfachen Grunde, daß in Kürze der Zeit mit solchen Reliquien keine Abgötterei getrieben werden möchte, weisest aus dem Wege geräumt worden. Es geschieht solches nun zwar noch mit sogar falschen und fingierten Reliquien, obschon all derlei durch Meine wahre und reine Lehre streng untersagt ist unter der ernsten Warnung vor dem Sauerteige der Pharisäer. Nehmet nun erst dann eine historisch erwiesen wahre Reliquie her! Ich sage es euch, es würde mit ihr bei weitem mehr Abgötterei getrieben werden als mit dem sogenannten heiligen Grabe zu Jerusalem, an dem außer der Örtlichkeit auch kein wahres Sandkörnchen mehr klebt. Darin liegt sonach der handgreifliche Grund, warum alle die Originale aus dem Wege geräumt worden sind.
15. Was aber die zweite Frage betrifft, so ist der Geist, der in den Originalen lag, auch in den Nachschriften völlig beibehalten worden; am Buchstaben aber liegt ja ohnehin nichts, sondern nur an einem und demselben Geiste. Oder ist wohl zwischen dem Gottesgeiste ein Unterschied (d.h. notwendig in Ihm Selbst, weil es nur einen Geist Gottes gibt), so Er als ein und derselbe Geist hier auf dieser Erde selbst schon wirket endlos mannigfach in den sich unähnlichsten Formen, und noch endlos mannigfaltiger auf einer Sonne? Sehet, es ist und bleibt dennoch stets ein und derselbe heilige Geist!
16. Also ist es auch bei den Nachschriften Meines Wortes der Fall. Mögen sie sich äußerlich noch so unähnlich sehen, so sind sie aber im Innersten dennoch von ein und demselben Geiste erfüllt, und mehr braucht es nicht!
17. Nehmt zum Überflusse noch hinzu die Religionen fremder Nationen, als zum Beispiel der Türken, der Parsen, Gebern, Hindus, Chinesen und Japaner! Wie sehr sind sie verschieden von der Religion, die Ich nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab, und doch waltet auch in ihnen, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes!
18. Daß sich aber auf und in der oft sehr dicken und sehr verwitterten Rinde, die leider von vielen für den Baum selbst gehalten wird, allerlei Unrat und allerlei Würmer und Insekten vorfinden, die lediglich von der Rinde ihre schlechte Nahrung nehmen, das wird jeder leicht begreiflich finden, der in der Natur der Dinge nur einige Wissenschaft besitzt. Denn da die Rinde aus dem lebendigen Baume, nie aber der lebendige Baum aus der Rinde erwächst, so hat sie auch irgend etwas des Lebens aus dem Baume in sich, und es ist daher begreiflich, wie in ihr und aus ihr so viele Würmer und allerlei Insekten eine freilich nur höchst äußerliche und vergängliche Lebensnahrung finden.
19. Kriege, Verfolgungen, Verheerungen werden nur auf der mageren und lebenskargen Rinde geführt, während dabei das Holz des lebendigen Baumes frisch und gesund verbleibt. Es kümmere sich daher kein lebendiges Holz um das, was in der eigentlich denn doch nur toten Rinde vor sich geht; denn die Rinde wird verworfen werden, so das Holz gesammelt wird.

Schlusswort:
Das Bild oder Gleichnis von einem Baum mit einer toten Rinde, kommt in der Bibel selbst so nicht vor. Es gibt aber mehrere Stellen, die dem sehr ähnlich sind. Sei es nun der Weinstock oder ein Baum der seine Wurzeln im Erdreich hat und in dessen Zweigen die Vögel des Himmels nisten.

Tempelreinigung

Vorwort:
Wie in der Bibel berichtet (Joh. 2,13 – 2,25), reinigte Jesus zu Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit den Tempel zu Jerusalem von Händlern, Verkäufern und Geldwechslern. Geistige Schriften beschreiben meist nicht nur einen rein historischen, sondern oft auch einen geistigen Sachverhalt. In Gleichnissen stehen ohnehin nur die rein geistigen Zusammenhänge - verpackt in verständlichen Geschichten – im Mittelpunkt. So gibt es nicht nur in der Genesis mit der Erschaffung der Welt in sieben Tagen eine geistige versteckte Aussage, die die geistige Entwicklung des Menschen zum Thema hat, sondern auch in der Tempelreinigung. Jesus selbst spricht öfter von seinem Körper als dem Tempel Gottes und so auch während der Tempelreinigung: (soweit nicht anders angegeben, werden in dieser Beitragsrubrik „Schrifttum“ Quellen von Christus-Lichtgestalten [siehe www.gott.co.at bzw. www.ich-bin-gott.info] verwendet.)

3. Der Tempel stellt den Menschen dar in seiner naturmäßig-weltlichen Sphäre. Im Tempel aber wie im Menschen befindet sich ein Allerheiligstes. Deswegen soll auch das Äußere des Tempels heilig und lauter gehalten werden, auf dass das Innerste als Allerheiligstes des Tempels wie des Menschen nicht entweiht wird.
4. Es ist das Allerheiligste des Tempels zwar wohl durch einen starken Vorhang (die Bundeslade war im Tempel zu Jerusalem hinter einem starken Vorhang, der bei der Kreuzigung von Jesus in zwei Teile gerissen wurde)(1) bedeckt, und es durfte nur zu gewissen Zeiten der oberste Priester allein in das Allerheiligste treten. Aber der Vorhang und eben so der nur selten gestattete Besuch des Allerheiligsten ist ein Schutz vor der Entehrung des Allerheiligsten. Wenn da Jemand mit seinem Leibe sündigt, da verunreinigt er nicht nur den Leib, sondern auch seine Seele und durch sie auch seinen Geist, der in jedem Menschen das Innerste und Allerheiligste darstellt und es auch wirklich ist. Es ist im Menschen dieses Allerheiligste so, wie eben dasselbe entsprechend im Tempel, tiefst hinter einen starken Vorhang gestellt. Nur der alleinigen Liebe zu Gott ist es gestattet, die ein echtester Oberpriester Gottes in jeglichem Menschen ist, straflos in dieses Allerheiligste zu dringen und zu lüften den Vorhang. So aber dieser einzige Oberpriester im Menschen selbst unrein wird, indem er sich an unreine weltliche Dinge hängt und mit ihnen eine gemeine Sache macht, wie soll da das Allerheiligste heilig bleiben, so es von einem unreinen Oberpriester besucht wird!?
5. Wenn so nach im Tempel wie im Menschen Alles unrein geworden ist, dann kann es vom Menschen aus auch nicht mehr gereinigt werden; denn so der Besen voll Kot und Unflat ist, wie soll er taugen zur Reinigung eines Gemaches!? Da muss dann leider Gott selbst die Hand ans Werk legen und mit Gewalt den Tempel reinigen, und zwar durch allerlei schmerzliche Dinge, als da sind Krankheiten aller Art und andere scheinbare Unglücksfälle, auf dass der Tempel wieder rein wird.
6. Verkäufer und Käufer sind die niederen, unreinen Leidenschaften im Menschen, das zum Verkauf gebotene Vieh stellt die unterste Stufe tierischer Sinnlichkeit dar, und zugleich auch die dadurch erzeugte große Dummheit und Blindheit der Seele, deren Liebe gleich der eines Ochsen ist, dem sogar die sinnliche Zeugungs- und Geschlechtsliebe mangelt, und ihn allein noch die aller gröbste polypenartige Fressliebe belebt, und deren Erkenntnis gleich ist dem bekannten Erkenntnisvermögen der Schafe!
7. Was besagen denn hernach die Wechsler und ihre Geldgeschäfte? Diese besagen und zeigen im Menschen alles das, was da hervorgeht aus der schon ganz tierisch gewordenen Eigenliebe des Menschen; denn das Tier liebt nur sich, und ein Wolf frisst den andern auf, so er Hunger hat. Diese Wechsler, oder solche tierische Eigenliebe so nach muss auch mit aller schmerzlichen Gewalt hinausgeschafft werden aus dem Menschen, und alles das, was diese Liebe belebt, muss umgeworfen und verschüttet werden!
8. Ja, warum denn nicht ganz vernichtet? — Weil auch solcher Liebe nicht die Freiheit benommen werden darf; — denn der edle Same oder das Weizenkorn wird ja einem mit tierischem Unrat wohl gedüngten Acker am besten fortkommen und eine reiche Ernte geben. Würde man aber dem Acker den Dünger ganz nehmen, um ihn gleichsam von allem Unrat vollends rein zu machen, so würde dadurch das edle Weizenkorn nur schlecht fortkommen und sicher eine sehr missliche Ernte abgeben.
9. Der Unrat, der Anfangs haufenweise auf den Acker gebracht wird, muss auseinander geworfen und verschüttet werden, so wird er dann dem Acker dienen; würde man ihn aber in großen Haufen beisammen lassen, da würde er – überall wo er liegt - Alles ersticken und den andern Ackerteilen nichts nützen.
10. Darinnen liegt daher der entsprechende Grund in der biblischen Tempelreinigungsgeschichte, dem zur Folge Jesus der Wechsler Geld nur verschüttet hat und nicht völlig vernichtet hat, was Jesus wohl auch sehr leicht möglich gewesen wäre.
11. Was stellen aber dann die im Innern des Tempels vorhandenen Taubenkrämer vor, die auch hinaus und auf ihre alten angewiesenen Plätze weichen mussten?
12. Darunter versinnbildlicht sich die äußere Tugend, die da besteht in allerlei Zeremonie, Anstand, Höflichkeit, Artigkeit und der Gleichen mehr. Die äußeren Tugenden wollen die Menschen in einer rein weltlichen Beziehung aber in ihrer Blindheit zu einem inneren Lebenswert erheben und glauben, dass darin das wahre Leben des Menschen gründe.
13. Die Taube ist ein Lufttier, und sie ist im Orient häufig als Briefbote, besonders in Sachen der Liebe, benutzt worden und sie wurde solcherart auch schon bei den alten Ägyptern als Hieroglyphe zur zärtlichen und zierlichen Konversation verwendet. So diente sie auch als Zeichen solcher Konversation mit Gott im Tempel. Die Taube war daher ein übliches und entsprechend sinnbildliches Opfertier, das gewöhnlich junge Eheleute bei der Erstgeburt im Tempel als ein Zeichen zum Opfer brachten. Dies zum Zeichen dafür, dass sie nun solcher äußerer Botschaften, Artigkeiten und zeremoniellen Zierereien ledig geworden und nun in die wahre innere leben gebende Liebe eingegangen sind.
14. Nun aber gehört der Ordnung aller Dinge nach das Äußerste ins Äußerste und damit darf die Rinde nie im Marke des Baumes sich befinden, da sie an und für sich etwas ganz totes ist. Alles, was zur Rinde gehört, muss sich auch in der Rinde lagern. Die Rinde aber ist dem Baum von großem Nutzen, so sie auf ihrem Platze in gerechtem Maße vorkommt. So aber Jemand wollte die Rinde ins Mark des Baumes schieben, indem er zuvor dem Baum das Mark nähme, da müsste dann der Baum ja auch sobald verdorren und sterben!
15. Und also wird zum Zeichen, dass die Menschen alle die äußerlichen Tugenden nicht zur Sache des inneren Lebens machen sollen, wodurch der edle Mensch bloß zu einer Konversationspuppe oder Roboter würde. Diese Taubenkrämer als im weiten Sinne also alle Äußerlichkeiten, und im engeren Sinne alle die Meister dieser Äußerlichkeiten, die ihre Ware zur inneren Lebensware zu erheben bemüht sind, sind von Jesus ebenfalls, nur etwas artiger, aus dem Tempel geschafft und auf ihren ordentlichen Platz verwiesen worden.
16. Das ist demnach der geistige Sinn der vorliegenden Tempelreinigung und aus der richtigen und unwandelbaren Entsprechung zwischen dem Menschen und Tempel lässt sich auch erkennen, dass derart nie ein Mensch, sondern nur Gott allein als die ewige Weisheit, die Alles sieht und kennt, also handeln und reden kann.
17. Warum aber bleibt nach solcher Reinigung der Herr noch nicht im Tempel?
18. Weil Er allein weiß, wie das Innere des Menschen bestellt sein muss, damit Er im Menschen eine bleibende Wohnstätte nehmen kann. Zugleich darf dem Menschen nach einer solchen Fegung die Freiheit nicht genommen werden, da er sonst zu einer Puppe würde.
19. Der Herr darf Sich so nach dem gewaltsam gefegten inneren Menschen noch nicht anvertrauen; denn Er allein weiß es, was zur vollen Herstellung des inneren Menschen nötig ist. Daher geht der Feger wieder aus dem Tempel und fließt wie zufällig von Außen in das Innere des Menschen hinein. Gott fügt sich nicht den Anforderungen des Menschen, dass Er bei und in ihm bliebe und ihn unterstützte in der Trägheit, sondern da muss der Mensch wieder zur vollen Selbsttätigkeit erwachen und durch sie erst ein vollkommener Mensch werden.

Schlusswort:
Man erkennt in dem hier Geoffenbarten eine weit größere Weisheit, als es z.B.: von dem Mystiker Johannes vom Kreuz (1542-1591) bekannt ist, der von einer geistigen Nacht nach einer Geist-taufe, die hier Jesus selbst als Tempelreinigung darstellt, berichtet.

(1) Durch das Zerreißen des Vorhanges und damit vollständige Offenlegung der Bundeslade bzw. des mosaischen Gesetzes wurde das Alte Testament von Jesus endgültig aufgehoben. Jesus hat das Menschen Innerstes durch das Neue Testament mit dem alleinigen Gebot der Gottes- und Nächstenliebe ersetzt.

Kriminalfall

Ein Detektiv im Dienste Gottes wäre wahrlich nie unterbeschäftigt. Man muss schon sehr blind sein, wenn man (wie ein ehemaliger Papst) glaubt, nur kleine Ritzen in einem vermeintlichen Heiligtum suchen zu müssen, durch die höllische Dämpfe eindringen. Die kriminellen Einflüsse ziehen sich nicht nur durch alle Religionen, sondern finden sich meist schon in deren Wurzeln. Es ist aber nicht irgendeine Glaubenstradition, der wir hier nachspüren wollen, sondern der christlichen Basis – d.h. den Ursachen für den Glauben an Jesus Christus.

Freilich könnten wir das jedem Menschen zugrunde liegende Christusbild anführen. Für eine sachliche Auseinandersetzung sind solche Befindlichkeiten aber nicht geeignet. Wenn an der Glaubwürdigkeit von Zeugen Zweifel aufkommen, benötigt man - wie in Kriminalfällen - Indizien:

Von Jesus sind nicht nur viele Erzählungen, Legenden und Mythen überliefert worden, sondern auch zwei Reliquien (das Grabtuch von Turin und das Volto Santo von Manoppello), deren Echtheit hier nicht in Zweifel gezogen wird. Obwohl es wie beim Volto Santo einen handfesten Gegenstand gibt, sind die Geschichten und Legenden darüber vielfältig und der wahre Sachverhalt bleibt mehr als verborgen. Details können etwa durch dieses Video auf YouTube abgerufen werden. Die Spuren verlieren sich allerdings um das Jahr 525, als die Tücher in der Stadtmauer von Edessa entdeckt wurden.

Der Werdegang dieser Tücher lässt sich vor 525 nur durch die Abgarlegende nachvollziehen. König Abgarus hat zur Zeit Jesu in Edessa regiert und ist mit Jesus wegen seiner Krankheit im Briefwechsel gestanden. Nach der Kreuzigung von Jesus wurde Abgarus - wie von Jesus versprochen - durch einen Jünger von seiner Krankheit geheilt. Auf diesem Weg dürften auch beide Grabtücher, die in Jerusalem nicht sicher waren, nach Edessa gelangt sein. Wie nahe Glaube und Aberglaube beieinander liegen, lässt sich am Schweißtuch der Veronika erkennen. Obwohl die 6te Kreuzwegstation von einer Veronika handelt, die Jesus ein Schweißtuch reicht und dafür sein Abbild erhält, hat es diese Episode wahrscheinlich nie gegeben. Volta Santo ist das Schweißtuch der Veronika und das ist bei der Auferstehung von Jesus entstanden und nicht vor der Kreuzigung, wie es die 6te Kreuzwegstation offerieren möchte. Der Name Veronika ist wahrscheinlich deswegen damit verbunden, weil die Tochter von Abgarus Berenike hieß, was mit Veronika übersetzt wird.

Zur weiteren Verwirrung trägt auch ein sogenanntes Jesusbild Abgars bei. Bei diesem Bildnis handelt es sich um ein farbiges Bild das zu Lebzeiten von Jesus durch den Hofmaler von Abgarus wahrscheinlich angefertigt wurde. So ein Gemälde dürfte es wahrscheinlich einmal gegeben haben, ist aber nicht mit dem Volto Santo zu verwechseln, das Jesus bei der Auferstehung von sich selber erzeugt hat. Gott hat mit dem Gemälde des Hofmalers den König Abgar wahrscheinlich darauf vorbereitet, dass er einmal das Volto Santo und das Grabtuch zur Verwahrung bekommen wird.

Die Geschichte wäre damit im Groben abgearbeitet, wenn da nicht einige unangenehme Fragen stehen bleiben würden.

  • Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch sind bei der Auferstehung entstanden und zeigen das selbe Gesicht. Wie kommt es, dass einmal der tote Jesus mit geschlossenen Augen zu sehen ist und auf dem anderen Bild der lebendige Jesus mit den offenen Augen? Eine Erklärung könnte sein, dass der Auferstehungsprozess in verschiedenen Stufen verlaufen ist. Wovon eine den Hitzeabdruck im Grabtuch erwirkte und wobei eine höhere und etwas spätere Stufe - vielleicht ein Lichtblitz - die Verfärbungen in der Muschelseide erzeugte.
  • Das Technische scheint damit abgeklärt, wenn da nicht die „Zeugenaussagen“ sprich die Bibel, die christlichen Traditionen und Lehrmeinungen wären. In der Ostkirche wird ein König Abgar V als Heiliger verehrt, während in der Westkirche von einem Edessa oder seinem König nirgendwo etwas zu lesen ist, was wegen der wichtigen Bedeutung für die ersten Christen, wie die stummen Zeugen belegen, mehr als eigentümlich ist. Selbst wenn man nicht davon ausgeht, dass die Reliquien geraubt wurden und man alle damit in Zusammenhang stehenden „Beweise“ vernichten wollte, machte man sich mit derartigen Verfälschungen vor der gesamten Christenheit in gröbster Weise schuldig.

Das Christentum braucht dringend einen Neuanfang. Eine möglichst getreue Neufassung der Niederschriften jenseits der Vulgata wäre eine gute Grundvoraussetzung.

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Wenn ihr also das kleinste Gebot brecht und andere dazu ermuntert,
dasselbe zu tun, werdet ihr auch die Geringsten im Himmelreich sein.

Mt 5,19

siehe auch:
Talmud, Bibel, Koran, ...
Wie starb Jesus ?
Jerusalem

Schrifttum/Bibel

Wir leben heute in einer Situation, in der wir „noch“ sehr altes Schrifttum von Legenden, Mythen, Heldenepen (vieles wurde leider schon unwiederbringlich vernichtet und zerstört) und augenscheinliche Zeugen verschiedenster Art wie monumentale Ruinen (Stonehenge, ägyptische Pyramiden, etc.) besitzen. Auf der anderen Seite rücken wir dem allen mit einer Geschichtsschreibung, die vieles im Dunkeln lässt, zu Leibe und sind versucht das Meiste als Phantastereien und bestenfalls fromme Legenden abzutun, und damit schicken wir uns an die noch ungehobenen Schätze vollends zu vernichten.

Wir würden nicht nur frühere und antike Zeiten besser verstehen, sondern auch das Heute und Jetzt, wenn wir über der uns so real scheinenden Welt, die um vieles mächtigere geistige Welt erkennen könnten. Unsere heutigen Helden und Vorbilder sind wie unsere jetzige angebliche Hochkultur billige Straßenräuber und primitive Piratennester, wenn man liest und vergleicht was sich noch aus frühester Zeit gerettet hat. So geartet wird unsere aufgeklärte Zeit wohl auch in die Geschichte eingehen, obwohl wir es besser wissen hätten können und auch müssen. Die Bibel mag als Musterbeispiel dienen, was geschieht, wenn man göttliche Perlen den Säuen vorwirft:

Auch wenn viele auf die Bibel als alleiniges Wort Gottes schwören - sie ist menschliches Werk und hätte das Andenken an Jesus Christus nie sicher stellen können, wenn es „dahinter“ nicht eine feste Realität und Wirklichkeit geben würde von der immer wieder Berufene aufstehen und Zeugnis ablegen. Den Mythos von einer Auferstehung des Leibes haben auch etwa die Essäer gepredigt und dies alleine hätte den Fortbestand nicht gesichert.

Gerade in Zeiten, wo wir tief ins Materielle abgesunken sind (was sich irgendwann durch Krankheit, Leid oder sonstige Notlage niederschlägt), sollten wir verstehen, dass alles aus göttlichem Geist hervorgegangen ist und nur der göttliche Geist alleine uns wieder emporheben kann aus den Niederungen der menschlichen Existenz. Alles, was nicht vom Geist Gottes getragen wird, bleibt ein Spiel von Dämonen. Obwohl die Wundertaten in der Bibel uns heute fern jeder Realität und Wirklichkeit scheinen, sollten wir dennoch sehen, welcher Geist mit Lockdown, unbeschränkter Geldvermehrung, willkürlichen Verordnungen, Entmündigungen, Korruption und diversen Betrügereien herauf zu ziehen beginnt. Jeder entscheidet letztlich selbst welchem Herrn er nachläuft und bei welchem Herrn er sein Heil sucht!

Die Historiker verfälschen die Vergangenheit,
die Ideologen die Zukunft.

Žarko Petan (27. März 1929 - 2. Mai 2014)

Kommentar zu dieser Beitrags-Rubrik:
So weit es uns gegeben ist, möchten wir in dieser Beitrags-Rubrik „Schriften“ bzw. Schrifttum auf altes Wissen zurückgreifen – frei nach Mt 13,52 (Ein Jünger des Himmelreiches gleicht einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt). Das Meiste davon ist zeitlos und unvergänglich, wie Jesus selbst sagt – Mt 24,35 / Mk 13,31 / Lk 21,33 ( Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.)

siehe auch:
www.gott.co.at
Test: alte Seele
Bibel-Mythos
Kriminalfall

heiliger Qur'an

Im nachstehenden Video wird erklärt, dass der Koran göttlichen Ursprungs sein muss, da im Koran beschrieben wird, dass der Stern Sirius ein Doppelstern ist und es auch Hinweise auf die Umlaufzeiten darin gibt. Sirius ist einer der hellsten und mit einer Entfernung von ca. 8,6 Lichtjahren einer unserem Sonnensystem am nächsten gelegener Stern. Der Begleiter, Sirius B, ist ein Weißer Zwerg und wurde um 1850 entdeckt. Bei einer etwas kleineren Größe als die Erde hat er etwa die Masse unserer Sonne und ist nur mit guter Technik zu beobachten.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Trotz kleineren Ungereimtheiten etwa bezüglich Umlaufzeit, sehen wir hier ein frühes astronomisches Wissen um den Stern Sirius und wollen dies nicht als Zufall abtun. Der Koran steht mit solchem uralten Wissen bzw. Zeugnissen bei weitem nicht alleine da. Es gibt einige die solche uralte Hinweise zusammengetragen haben und daraus wie etwa Erich von Däniken abenteuerliche Geschichten gesponnen haben. Seien es nun die Moai auf den Osterinseln, Geheimnisse und ungelöste Rätsel rund um die ägyptischen Pyramiden oder anderes mehr. Die Zeugnisse sind zu zahlreich und die klaren Spuren in die Frühzeit unserer Menschheitsgeschichte zu verschwommen, um hier nicht mehrere Optionen offen lassen zu müssen. Die Geschichte von Adam und Eva fügt sich dabei wunderbar in Mythen und Sagen anderer Kulturen ein (bei den alten Römern etwa kann man ähnliches etwa bei Ovid und seinem "Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo" nachlesen), wo ebenso von einer Vertreibung aus einer fortschrittlicheren Lebensform berichtet wird; einer Lebensform, die entweder irgendwo im Himmel war oder ganz profan auf unserer Erde ihr Dasein fristete. Atlantis, erstmals beschrieben vom griechischen Philosophen Plato, füllt hier eine Lücke und die jetzige Menschenepoche musste sich wahrscheinlich nach dessen Zerstörung mühsam von der Steinzeit hocharbeiten. Geblieben sind von alten Hochkulturen (es waren vielleicht auch mehrere) einige stumme Zeugen, Mythen und Legenden und da und dort kleine versteckte verstümmelte Hinweise auf ein uraltes Wissen, das die Menschheit schon einmal besessen hat, wie in einer Sure im Koran über den Stern Sirius. Diese hochentwickelten Atlanter etwa waren wahrscheinlich keine außerirdischen Wesen und mit dem heutigen Menschen hatten sie möglicherweise kaum Ähnlichkeiten.

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Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.
In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.

Johannes 16,33

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