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moderner Ablasshandel
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- Written by: Famulus
- Category: cat_start
In mehr als 500 Jahren hat sich auch die Praxis, wie man mit Sünden und Vergehen aller Art umgeht, stark verändert und sagen wir auch verfeinert. Die Grundmuster sind dabei immer gleich geblieben. War es anfangs noch ein Tier, dem man alle Sünden aufgeladen hat und dann getötet hat oder verenden ließ, so entwickelten sich daraus ganze Institutionen und in heutiger Zeit lukrative Geschäftszweige.
Der Tiefgang im verlinkten Video ist nicht sehr berauschend, es gibt uns aber schon mal eine erste Richtung. Der „Sündenfresser“, wie wir hier den Ablassgeber bezeichnen würden, macht sich dabei als Hehler des Stehlers meist selber schuldig und ist oft noch „sündiger“ und mehr verstrickt in Schulden, wie der ursprünglich nach einer Befreiung Suchende.1 Dies kann man alleine schon an den derzeitigen hohen Staatsverschuldungen erkennen. Wie ist das aber nun wirklich mit der Tilgung von Schulden und den vielen Erlösern, die uns von unseren Vergehen befreien wollen? Kann ein Jesus durch ein Sühneopfer uns wirklich mit Gott, dem himmlischen Vater, wieder versöhnen?
Das Thema ist verdeckter und allgegenwärtiger als man auf den ersten Blick annehmen würde. Von der katholischen Beichte, über Versicherungen, Rechtsanwälten bis hinein in politische Parteien und alle möglichen Weltanschauungen. Wir möchten bei diversen Spendensammlern und bei all den NGO's einsteigen. Nun, persönlich haben wir die meisten Zuwendungen – wegen besserer Erkenntnisse – stark gekürzt oder gänzlich gestrichen. Nehmen wir all die Umwelt-, Artenschutz- und Lebensraumerhaltenden-Organisationen. Das Schema ist simple. Man greift irgendeine „krumme Sache“ auf und verspricht diese zu verbessern bzw. noch besser, diese aus der Welt zu schaffen. Sei es nun Kindermissbrauch, Vergewaltigungen, körperliche Gewalt, Tierhaltung, Artensterben oder eben die Umwelt- und Lebensraumzerstörung. Man begnügt sich natürlich nicht damit, die Missstände aufzuzeigen, sondern versucht andere aktive in die „Aufarbeitung“ mit einzubeziehen. Hier wird es interessant. Spätestens wenn man in Erkenntnis gebracht hat, dass ein Bill Gates auf diesen Zug aufgesprungen ist, sollte man erkennen, dass das oft nur ein Geschäftsmodell ist. Nur selten ist die Geschichte damit zu Ende und von diesem Zeitpunkt an beginnt es wirklich gefährlich zu werden.
Die „Sündenfresser“ sitzen nun auf sehr viel „Schuldgeld“, müssen aber erkennen, dass sie mit den von ihnen aufgezeigten Problemen total überfordert sind. Selig, wer mit dem Schuldgeld nur einen Petersdom errichtet und die Welt dadurch nicht in ein noch größeres Übel führt. Meist mutieren diese Sündenfresser zu totalen Lebens- , Kultur- und Zivilisations-Verweigerern und die Übelsten von ihnen führen in ihrer Verzweiflung Kriege. Die Devise „zurück in die Steinzeit“ ist nirgendwo besser ersichtlich, als bei den Umwelt-NGO's und Klimaklebern. Wenn wir in der Steinzeit angelangt sind, bauen wir alles wieder neu auf bis wir abermals an dem Punkt sind, wo wir heute stehen d.h. solange wir nicht aussterben treten wir auf der Stelle und hoffen vielleicht einmal eine andere Welt – vielleicht den Mars oder gar etwas außerhalb von unserem Sonnensystem – zu besiedeln. Und was machen wir auf dem Mars? Wir bauen dort genau das auf, was wir hier auch schon gemacht haben. … So funktioniert das aber wohl alles nicht!!
Der wesentliche Punkt eines Erlösers ist, dass er selber vorausgeht und nicht, dass er andere voraus schickt. Wenn jemand andere in einen Krieg schickt, so ist er natürlich kein Erlöser, sondern das Gegenteil. Wenn jemand verspricht die Welt zu retten und damit große Geldsummen sammelt, dann aber die Welt nur zerstören möchte, so ist er ein Lügner und ein Verräter seiner eigenen Sache. Ins Himmelreich gelangt man nur mit dem was man selber schafft und erreicht und nicht durch das, was man sich borgt, von Anderen ausleiht oder gar von einem Anderen raubt. Alles was wir benötigen, bekommen wir von Gott selber und niemand ist gezwungen sich an seinem Nächsten zu vergreifen.2
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Die Stärke einer Nation besteht am Ende in dem,
was sie alleine schaffen kann –
und nicht in dem, was sie sich von anderen leiht.
Indira Gandhi (19. Nov. 1917 – 31. Okt. 1984)
siehe auch:
Serie - 2000 Jahre Christentum: zwei Schwerter?, Englische Krankheit I, Englische Krankheit II, kostbare Perle
1Realitätsverlust
die Verschwender
Im Netz der Verführer
ich bin katholisch
Schuld und Sühne
2Krösus und sein Ende