Ist Gott weiblich?

Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass Gott jenseits des Gerichtes ist und es die Dualität nur für die Meschen im Gericht gibt. Gott ist weder gut noch böse, weder Dunkelheit noch Licht und genausowenig weder weiblich noch männlich. Dass Gott gut sein soll, ist aus menschlicher Sicht noch verständlich, dass er aber nun (wie im Video – Robert STEIN ab 3:26) weiblich sein soll, spricht für die derzeitige Seelenverfassung unseres jetzigen Zeitgeistes:

Mit dem Weiblichen wird die Geburt, das Leben, der Frühling, die Üppigkeit und überhaupt alles Fruchtbare in Zusammenhang gebracht. Das Männliche hat dagegen den Geruch von Matcho, Gewalt, Krieg und Zerstörung. Diese Besetzung entspricht dem herrschenden Zeitgeist, der wie zu früheren Zeiten einseitig und wirklichkeitsfern ist. Die Bibel verwendet sehr oft das Bild vom Weizenkorn und dem fruchtbaren Ackerboden. Das Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, ist leicht als das männliche Prinzip auszumachen und der fruchtbare Ackerboden als das weibliche.

Ohne den Samen, der abstirbt, blutet der Acker fruchtlos und all die Üppigkeit, Schönheit, schlicht die ganze Schöpfung ist zwecklos und ohne jede Bestimmung. Unsere heutige Zeit ist weiblich - ohne jeden Zweck, ohne jede Bestimmung und unser ganzer Planet wird ausgelaugt und dessen Rohstoffe ausgeplündert und er „verblutet“ ohne irgendeinen Nutzen zu erfüllen. Was frühere (männliche) Zeiten durch sinnlose „Aufopferung“ in Kriegen verwüstet haben, wird heute durch fruchtloses (weibliches) „Verbluten“ vernichtet. Die Entsprechung für Gott ist weder das zweckentfremdete aufopfernde (in Kriegen) sich selbst zerstörende Samenkorn (auch Jesus – obwohl männlich - hat sich nicht zweckfremd geopfert), noch das üppige fruchtlose Verbluten, das gleich einem Ackerboden ohne Bewuchs von der Sonne und dem Wind ausgetrocknet wird.

Wenn man die Welt und auch die gesamte Menschheitsgeschichte im diesem männlich/weiblichen Raster betrachtet, öffnen sich viele Türen. Man wird gewahr, dass wir heute wahrscheinlich zum ersten Mal in einem weiblichen Überhang leben, der aber letztlich, da die Schöpfung weiblich ist, zu einem Gericht der ganzen Schöpfung führen muss. Vielleicht war und ist diese auch der Grund, warum und wieso Jesus männlich war und auch heute immer noch ist.

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Es ist nichts Himmlischeres als ein weibliches Wesen,
das sich dem geliebten Manne hingibt.

Johann Wolfgang von Goethe (28. Aug. 1749 – 22. März 1832)

siehe auch:
Wir brauchen einen neuen Feminismus