god/gott cooperative

-*- Α -*- gesegnete Frohe Weihnachten und Friede den Menschen auf Erden -*- Ω -*-

gerechte Preis

Wenn von Dogmen gesprochen wird, denkt man meist nur an „heilige Kühe“, die antiquiert und einer Entstaubung harrend in einer religiösen Bibliothek herumhängen. Niemand würde auf die Idee kommen, dass solche „heiligen Kühe“ z.B. massiv unser ökonomisch wirtschaftliches Denken prägen und damit sehr nachhaltig unseren sozialen und gesellschaftlichen Lebensstil bestimmen. Die Rede ist von dem Postulat, dass Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware bestimmen.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Das was heute mit „Geiz ist geil“ und den vielen Sonderangeboten in Supermärkten läuft, fördert nicht nur Masse statt Qualität, sondern verbiegt sehr krass jede realistische wirtschaftliche Vorstellung von unserem gesellschaftlichen Zusammenleben. Unser Alltag entfremdet sich immer mehr von dem, was wir hier als den „gerechten Preis“ für eine erbrachte Leistung/Ware nennen wollen. Wird eine Ware erzeugt, so ist neben dem Rohstoff- bzw. Einkaufspreis (das kann zugekauftes Leder, Mehl zum Backen von Brot oder anderes mehr sein) und den Erzeugungskosten auch ein notwendiger Gewinn zu kalkulieren. Wir wollen das als den gerechten Preis einer Ware/Leistung benennen, der nach oben in Wucher umschlägt und nach unten nicht unterboten werden kann ohne selbstzerstörerisch oder ruinös zu sein. Selbst wenn für alle Güter und Leistungen ein „gerechter Preis“ bezahlt würde, gäbe es für gleichwertige Waren unterschiedliche Preise und auch einen Wettbewerb.

Ohne sich hier in Details zu verlieren und ohne groß in die Tiefe zu gehen, sei behauptet, dass die heutige Verfälschung des Preisniveaus und damit die Kluft zum „gerechten Preis“ das größte Problem auf unserem Planeten ist. Das ökonomische Postulat von Angebot und Nachfrage ist in Wirklichkeit nichts anderes als die Legalisierung von Erpressung. In einem anderen Kontext steht es nur unweit von „es ist legal und moralisch nicht verwerflich, dass man jeden, der mehr hat, bestiehlt und beraubt.“1 Freilich führt man hier ins Treffen, dass eben solcherart der Markt funktioniere und so nach Bedarf eben mehr bzw. weniger produziert würde. Das ist reine Theorie und die ökonomische Praxis sieht völlig anders aus. Es gilt die Macht des Stärkeren und die Konkurenz wird solange mit niedrigen Preisen und Menge an Waren unter Druck gesetzt bis man eine Monopolstellung hat und man dann den Preis selber nach belieben diktieren kann. Mit den heutigen Preisen kann niemand leben, weder die Entwicklungsländer, die billigst produzieren müssen, noch die großen Industrienationen, die alle möglichen Verpflichtungen an die total überforderte Politik abschieben. Das ganze System gilt obendrein schon wegen der Verschwendung all unserer Ressourcen und wegen der Ausplünderung unseres Planeten als gescheitert.

1Unsere Generation plündert nicht nur unsere Erde, sondern hat sich auch sehr versteckte und heimtückische „Gedankenkonstruktionen“ einfallen lassen, um andere zu berauben. Es kommt etwa so harmlos erscheinend daher wie „erben ist keine Leistung“ und versucht dabei zu verschleiern, dass es um Aneignung fremden Eigentums geht. Es ist nur eine Frage des allgemeinen moralischen und sittlichen Pegels, wie unverhohlen und dreist solche Eineignungs-Absichten umgesetzt werden. Bei der heutigen allgemeinen „Wertebereinigung“ und Enttabuisierung sollte man sich aber noch auf einiges einstellen.

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Eigentlich wäre das Thema über das 7. Gebot Gottes damit abgeschlossen, der uns dieses Gebot wie alle anderen nicht seinetwegen, sondern unseretwegen gegeben hat. Bei Gott gibt es aber nicht nur einen „gerechten Preis“, sondern auch einen „sozialen Preis“ der Liebe. Wir sollten nie vergessen, dass jeder der glaubt auf Gerechtigkeit pochen zu können, sich selbst das Gericht Gottes heraufbeschwört, wo niemand besteht:

Ein orientalischer Basar ist ein gutes Beispiel. Man kann mit dem Händler um den Preis einer Ware feilschen - wer allerdings den Händler bestiehlt hat mit teils drakonischen Strafen zu rechnen. Im Gegensatz zum Händler auf dem Basar muss Gott von niemanden mehr als den „gerechten Preis“ verlangen um ausgeglichen zu bilanzieren, da er bei uns Menschen immer drauf zahlt. Ein viel zu tief heruntergehandelter Preis sollte uns irgendwann einmal beschämen. Wir haben aber jede Scham, Selbstachtung und jedes Selbstwertgefühl verloren und beschimpfen und beleidigen statt dessen den Händler obendrein. Unwissenheit, Ignoranz und Dummheit machen uns blind, so dass wir weder uns selbst noch Gott verstehen. Wie viele verstehen schon den Kreuzestod Jesus aus Liebe Gottes zu uns Menschen?

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Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern Brot und keine Steine gebt, wenn sie euch darum bitten,
wie viel mehr wird euer Vater im Himmel euch aus Liebe geben.

Lk 11/ Mt 7,11

siehe auch:
Manna - himmlischer Segen % - religiöser und wirtschafticher Hintergrund !!
künstliche Intelligenz
Billiges Öl
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Bald Kletterverbot auf australischem Ayers Rock
Marschall Plan für Ukraine