god/gott cooperative

Die Wahrheit siegt, aber sie kann nur siegen, wenn sie gesagt wird. (Johann Hus 1369-1415)

künstliche Intelligenz

Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind in der heutigen Zeit zu Schlagworten geworden, die in der politischen Diskussion fast nicht mehr wegzudenken sind. Es handelt sich um eine Zukunftsvision für unsere Gesellschaft, die als „alternativlos“ dargestellt wird und mit dem unser kultureller Fortschritt verbunden wird. Wie tief sich das bereits eingegraben hat und wie „alternativlos“ dies dabei schon geworden ist, sieht man an den fast täglichen Berichten dazu, von denen wir einen aus diePresse des Inhaltes wegen, herausgreifen möchten.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Man könnte hier von dem Märchen vom „Schlaraffenland“ träumen, wo Maschinen für uns alle Arbeiten verrichten und wir nur mehr den Mund zu öffnen hätte und schon fliegen uns die gebratenen Hühner in den Magen und selbst das Kauen würde uns noch erspart bleiben. So rational sich unsere Gesellschaft auch sonst geben mag, sie scheint handfesten Märchen anzuhängen und sich dabei durch nichts beirren zu lassen. Auch wir lieben Märchen, aber nicht weil wir an diese glauben, sondern weil diese Erzählkunst Dinge lehrt, die nirgendwo sonst zu finden sind. Besonders angetan sind wir von einem Märchen von Hans Christian Andersen “Die Nachtigall“, in dem die Maschinen- und Robotergläubigkeit in seiner mythologischen Tiefe erklärt wird. Jeder Mensch und auch eine Gesellschaft als Ganzes hat einen „Vogel“. Dieser kann wie im Fall der Nachtigall echt oder künstlich bzw. falsch sein. Man spricht auch davon, dass nicht jeder der einen Vogel hat, den Heiligen Geist hat oder diesem zuhört. Leider ist der Heilige Geist, selbst durch eine so plastische Erklärung wie der obigen, vielen fremd und nicht mehr zugänglich.

Wie schon das Wort „künstlich“ erahnen lässt, kommt die ganze jetzige Hype mit dem Rechenmaschinen-Kult bei genauerer Analyse sehr schlecht weg. Die entscheidenden Sätze fallen im nachstehenden Video schon gleich zu Beginn:

Künstliche Intelligenz ist eine Technik, die vorwiegend zur intelligenten Kriegsführung entwickelt wurde und wird. Ernüchternd kann man festhalten, dass Maschinen für Dinge eingesetzt werden, für die sich kein gesunder Mensch hergeben würde d.h. für eine Art von Kriegen oder unredlichen Taten, die der Mensch in seiner Natur ablehnt (die Drohnenkriege mögen dabei hier nicht einmal im Fokus stehen). Dieser grundsätzlich negative Touch haftet dieser ganzen Technik trotz aller anderweitigen „Propaganda“ in vielfältiger Weise an. Künstliche Intelligenz wird meist in einer sehr perfiden Form eingesetzt, um andere mit physischer oder psychischer Gewalt zu schädigen oder zu deren Ungunsten zu beeinflussen. Dies beginnt schon bei der gezielten Werbung im Internet, wo möglichst zielgerichtet Werbeeinschaltungen getätigt werden, über automatisierte Spammails, Profilerstellungen etwa in Facebook für möglichst effiziente Produktplatzierung bis hin zu Bevormundung (etwa bei selbstfahrenden Autos), Entmündigung und letztlich jeder Form der Manipulation. Die Fälle, in denen diese Technik wirklich zur Unterstützung und Förderung der menschlichen Anlagen eingesetzt wird, sind leider weit abgeschlagen. Nichts bringt die damit einhergehende Art des Denkens besser auf den Punkt, als die stattgefundene Debatte über Influencer.

Es ist schon fast etwas Normales, dass man davon lebt, anderen Menschen Dinge aufzuschwatzen und diesen irgendwelche Parasiten anhängt, die so das cash-founding machen. Von dem Motto „wer nicht wirbt, der stirbt“ gibt es alle nur erdenklichen aggressiven Formen und keiner fragt mehr, ob das was man dem Anderen „anzuhängen“ versucht, dem auch wirklich hilft. Auf den eigentlichen Nutzen für den Anderen wird nicht mehr geschaut, da man dem anderen schon rechtzeitig eingeredet hat, dass er davon einen Nutzen habe. Die ganze Geschäftswelt wird auf den Kopf gestellt. Galt es früher noch langfristige Geschäftsbeziehungen aufrecht zu erhalten, mit denen oft auch tiefe Freundschaften verbunden waren, so steht heute nur mehr das schnelle einmalige und unpersönliche Geschäft im Fokus. Man kauft im Supermarkt, während der Greissler um die Ecke, zu dem man eine generationsübergreifende Bindung hatte, stirbt. Medien und Computerspiele haben auf Kinder oft mehr Einfluss als manche eigenen Eltern. Freilich wurde auch früher die Jugend zu allem möglichen verführt, aber wie der Fall Sokrates, der einen Schierlingsbecher trinken musste, zeigt, war die Gesellschaft als Ganzes in diesem Bereich viel mehr sensibilisiert. Auch #MeToo zeigt letztlich nur unsere zunehmende Verrohung, Entsittlichung und das zunehmende Fehlen von jedem natürlichen Gespür für die Gefühle anderer Menschen.

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Ich sage euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen
Rechenschaft ablegen müssen über jedes unnütze Wort, das sie geredet haben.

Mt 12,36

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