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Die Wahrheit siegt, aber sie kann nur siegen, wenn sie gesagt wird. (Johann Hus 1369-1415)

Seele

Viele reden (und nicht erst seit Sigmund Freud) von Seele und kaum einer kann dabei wirklich sagen, was das ist. Unter "Bewusstseinskern" oder "Innerem Auge" kann man sich vielleicht noch etwas vorstellen, verwirrend wird es aber, wenn von mehreren Teilen der Seele gesprochen wird und diese Teile verschiedenen inneren Organen zugeordnet werden, wie etwa in der östlichen Meditation und östlichen Medizin. Obwohl wir noch nicht alle Krankheiten dieser Welt selber durchleben mussten und auch keine Mediziner sind, glauben wird doch, dass es z.B.: einen Zusammenhang zwischen dem Herzen und dem „bewussten“ Teil der Seele gibt. Man spricht nicht von ungefähr von Herzensangelegenheiten, das geht mir zu Herzen oder ähnlichem. Die Volksseele kennt auch, dass sich etwas auf den Magen schlägt oder etwas an die Nieren geht. Weiteres nehmen wir auch als sicher an, dass die „Seelendatenbank“ irgendwo in der Nähe der Leber ist. Dies sehen wir auch dadurch bestätigt, dass viele, um zu vergessen, sich dem Alkohol hingeben, einem Lebergift. Es sei hier also als gegeben angenommen, dass es psychosomatische (und auch reine seelische) Krankheiten gibt, die nur durch die richtige Pflege und „Ernährung“ der Seele geheilt werden bzw. erst durch falsche „Seelenbehandlung“ entstanden sind. Unsere Seele hat in ihren tiefen Abgründen sicher irgendwo auch eine Verbindung mit einem „Unterbewusstsein“, einem „Über-Ich“, einem „Schutzengel“ oder wie immer die Beschreibung dafür lauten mag (von kleinen Facetten abgesehen, glauben wir, handelt es sich dabei aber immer um eine mögliche jenseitige Öffnung). Die dominierende Komponente ist aber bei der „Seelenpflege“ wie auch immer unser „Freier Wille“. Dazu haben wir einen Artikel in dem wissenschaftlichen Monatsmagazin Spektrum mit dem Titel „Willensfreiheit, Schuld und Strafe“ gefunden. Grob gesagt geht es darum, dass nach Erkenntnissen der neueren Gehirnforschung unser „Freier Wille“ viel vorbestimmter ist, als gemeinhin angenommen wird. Viele unserer Entscheidungen sind schon ehe wir sie ausführen determiniert. Wir wollen das hier noch einmal vereinfacht so darstellen, dass man nicht nur in Panik, sondern auch sonst eher im Affekt handelt, denn frei, überlegt und rational d.h. man reagiert in einer bestimmten Situation einfach so und nicht anders, ohne es wirklich beeinflussen zu können. So gesehen stellt sich die Frage: Hat der Mensch denn dann überhaupt keine Willensfreiheit und kann er überhaupt für etwas verantwortlich gemacht werden ? Wie wir glauben, hat der Mensch die meiste Freiheit in dem WAS er WIE für sich bewertet und in sich aufnimmt. Es gilt in etwa die Weisheit: „Sag mir was Du liest und welche Freunde Du hast und ich sage Dir welch ein Mensch Du bist“. Man ist das, was man in seine Seele einlagert und was letztlich auf der Seele geschrieben steht - mit eben diesem wird man einst auch das irdische Dasein verlassen. Ob man dies oder jenes tut ist wie es scheint nebensächlich, da es ja nur das ist, was man sich (wie ein Pawlowscher Hund ) „antrainiert“ hat. Anders - man ist nicht dadurch ein besserer Mensch, nur weil man im irdischen Dasein nie in eine Situation gebracht wurde, wo sich der schlechte Zustand der Seele kundgetan hätte. Die größte Freiheit hat der, der frei von allen Konditionierungen ist. Er ist auch der, an dem das Erlösungswerk Christi die höchste Vollkommenheit erreicht hat. Die Bibel kann man hiernach auch so lesen: „Man erntet das, was man in seine Seele hineingesät hat“.

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Die Freiheit ist jedem gegeben.
Wenn der Mensch sich zum Guten wenden und
ein Gerechter werden will, so kann er das.

Zitat v. Moses Maimonides (30.3.1135 - 13.12.1204)

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